U11 wird 6. bei Deutscher Meisterschaft in Hamm/ Herringen

27.09.2016

Nachdem man sich mit dem Gewinn der Ostdeutschen Meisterschaft für das diesjährige Endrundenturnier der besten Mannschaften aus Deutschland qualifiziert hatte, wurde es am 17./18. September dann ernst. Ohne „echten“ Torwart, Feldspieler Jakob übernahm den Posten, und in der Hammergruppe mit NRW-Landesmeister ERG Iserlohn sowie den beiden späteren Finalisten RSC Cronenberg und IGR Remscheid gesetzt, wurde dem Turnier ohne großen Erwartungen entgegengefiebert. Vielmehr sollte es darum gehen, wertvolle Erfahrung zu sammeln und Spaß zu haben. Dass rückblickend deutlich mehr als der 6. Platz drin gewesen wäre, hätte anfangs niemand gedacht…

Samstag, 17.09.2016     (Vorrunde)

RSC Chemnitz – IGR Remscheid                               3 : 5

Im ersten Spiel des Turniers ging es gegen den vermeintlich schwächsten Gegner der schweren Gruppe, wurde die IGR Remscheid in der NRW-Runde doch lediglich 5. Doch wie so oft wurde der Turnierstart vollkommen verschlafen. Eh die Jungs und Mädchen um Kapitän Raik das nötige Tempo aufnehmen konnten und in die Zweikämpfe kamen, stand es nach nur sieben gespielten Minuten bereits 0:3. Obwohl man nun sichtlich deprimiert und nervös war, fing sich unser Team und konnte das Ergebnis bis zur Pause halten. Aufgeben konnte keine Option sein, und somit ging es den Umständen entsprechend motivierter in die zweite Hälfte. Von Beginn an konnte nun der Gegner besser unter Druck gesetzt werden und die Defensive stabilisierte sich zunehmend. Und auch in der Offensive kam unser Team immer wieder zu besten Gelegenheiten, das nötige Glück schien aber zu fehlen. Doch dann konnten Aaron und Gustav, der uns bei dieser Meisterschaft unterstützte, mit einem Doppelschlag für den längst überfälligen Anschluss sorgen. Sofort war das Spiel wieder offen, auch wenn Jakob nur eine Minute später zum 2:4 kalt erwischt wurde. Unser Team war nun endgültig im Turnier angekommen und dominierte das Spiel, einzig die nötigen Tore wollten nicht fallen. Nachdem Aaron schließlich vier Minuten vor Schluss zum 3:4 traf, konnte der nach 10. Teamfoul fällige Siebenmeter nicht genutzt werden. In der hektischen Schlussphase, in der zahlreiche weitere Chancen ungenutzt blieben, behielten die Remscheider den kühleren Kopf und sorgten mit dem 3:5 für die Entscheidung. Die Enttäuschung über die unnötige Niederlage war selbstverständlich groß, doch im nächsten Spiel gegen den RSC Cronenberg wollte man es dann besser machen.

RSC Chemnitz – RSC Cronenberg              3 : 4

Im Gegensatz zum ersten Spiel war unser Team nun hellwach und so konnte Aaron bereits in der ersten Minute für den Führungstreffer sorgen. Auch kämpferisch konnte nun überzeugt werden und Jakob, der nun warm im Tor war, konnte mit starken Paraden für den nötigen Rückhalt sorgen. Eine Nachlässigkeit in der Abwehr besorgte allerdings vorerst den Ausgleichstreffer. Doch davon ließen sich Arleta und Co. nicht beeindrucken. Vielmehr gelang Aaron mit einem Doppelpack in der 9. Spielminute die nicht unverdiente 3:1 Führung. Cronenberg fand mit dem 3:2 allerdings noch vor der Pause die richtige Antwort. Die zweite Hälfte ging so spannend weiter wie die erste, leider waren es das Team aus Cronenberg, welches einer seiner Chancen nutzen konnte und zum Ausgleich traf. Für unsere Mannschaft schien das gegnerische Tor wie verhext zu sein, selbst wenn bereits die komplette Defensive des Gegners geschlagen war, scheiterte man mehrmals freistehend am Torwart. Auch ein Siebenmeter zwei Minuten vor Schluss konnte wieder nicht genutzt werden. Nachdem es in der letzten Spielminute durch zahlreiche gute Möglichkeiten nach dem entscheidenden Tor für unser Team roch, kam der Gegner zwei Sekunden vor dem Schlusspfiff nach einer Unaufmerksamkeit in der Defensive zum Lucky Punch. Auch wenn das Ergebnis dem Spielgeschehen nicht gerecht wurde, konnte doch dem späteren Deutschen Meister ein großer Kampf geboten werden.

RSC Chemnitz – ERG Iserlohn                    9 : 1

Obwohl schon vor der Partie feststand, dass es am Finaltag nur noch um die Plätze 5-7 gehen würde, wollte man im letzten Gruppenspiel auf jeden Fall den längst überfälligen ersten Sieg des Turniers einfahren. Auch für den Gegner aus Iserlohn war das Halbfinale nicht mehr zu erreichen. Dass das Spiel gegen den Gewinner der NRW-Runde aber vom Beginn an nach Belieben dominiert werden konnte, überraschte dennoch. Endlich wurden Torchancen konsequent genutzt und auch das Zusammenspiel funktionierte deutlich besser. Raik besorgte bereits in der dritten Spielminute den Führungstreffer, ehe Aaron prompt auf 2:0 erhöhte. Neben Lucien, Arian und Arleta, die sich schon in den ersten Spielen beweisen mussten, konnten nun auch Jonas und Mariell zeigen, was sie im Training gelernt haben. Aaron und Raik sorgten mit ihren Treffern schließlich für den 4:0 Pausenstand. In der zweiten Halbzeit spielte unser Team weiter befreit und gut zusammen. So konnten Mariell und Jonas auch beinahe ihr erstes Tor erzielen. Aaron, Gustav mit einem lupenreinen Hattrick und noch einmal Aaron schraubten den Spielstand auf 9:0 hoch, ehe Iserlohn in der letzten Minute noch der Ehrentreffer gelang.   

Sonntag, 18.09.2016        (Finalrunde)

RSC Chemnitz – ERG Iserlohn                    2 : 4

Nach den zwei unglücklichen Niederlagen vom Vortag, war nun in der Platzierungsrunde nur noch maximal Platz 5 möglich. Dafür musste neben der ERG Iserlohn auch der RHC Recklinghausen besiegt werden. Dass der Gegner aus Iserlohn nach der herben Klatsche vom Vortag auf eine Revanche brannte, war zu erwarten. Dementsprechend wurde es unserem Team nun nicht mehr so leicht gemacht. Stattdessen agierte man viel zu passiv und ließ große Lücken in der Defensive offen. So geriet man in der 5. Spielminute mit 0:1 in Rückstand. Zwar konnte Raik nur eine Minute später ausgleichen, Iserlohn stellte aber postwendend den alten Abstand wieder her. Das Spiel wurde zunehmend zerfahrener und unsere Spieler mussten zahlreiche ungeahndete aber offensichtliche Fouls einstecken. Darum und wegen dem Rückstand ließ man die Leichtigkeit vom Vortag vermissen. Doch trotzdem hätte man das Spiel in den Griff bekommen können, hätte man die zahlreichen Chancen genutzt. So blieb es aber bis zur Pause beim 1:2. Nach dem Seitenwechsel erlaubte sich unsere Mannschaft zu viele Fehler in der Defensive, die mit zwei weiteren Gegentreffern bestraft wurden. Das 2:4 durch Aaron kam kurz vor Schluss zu spät.

RSC Chemnitz – RHC Recklinghausen          9 : 5

Um die Meisterschaft nicht als Letzter zu beenden, musste man sich im finalen Spiel gegen die Mannschaft aus Recklinghausen durchsetzen. Dabei war unser Team von Beginn an tonangebend und belohnte sich durch einen Doppelpack von Aaron früh mit der Führung, die Raik in der 8. Minute ausbaute. Zwar konnte Recklinghausen wenig später mit dem 1:3 kontern, doch Gustav und Aaron erhöhten noch vor der Pause auf 5:1. In diesem Spiel kamen noch einmal alle zum Einsatz, unterstützt von den erfahrenen Spielern ließen Bastian, Mariell und Arian wenig anbrennen und sorgten dafür, dass der Vorsprung nie wirklich in Gefahr geriet. In einem munteren Spiel konnte Recklinghausen in der 15. Spielminute treffen und dann sogar, nachdem der gefoulte Gustav unglaublicher Weise mit der blauen Karte bestraft wurde, auf 3:5 verkürzen. Raik und Aaron konnten den Vorsprung im weiteren Verlauf jedoch auf 8:3 ausbauen. Kurz vor Schluss gelangen dem Gegner noch zwei weitere Treffer, ehe Aaron dem Spiel mit einem fulminanten Volley-Tor den Schlusspunkt setzte.

Rückblickend muss man ganz klar feststellen: da wäre mehr drin gewesen. Obwohl unter dem Strich für unser Team nur der 6. Platz steht, hat sich die Teilnahme aber auf jeden Fall gelohnt. Zum einen konnte jeder einzelne Spieler und jede einzelne Spielerin wertvolle Erfahrung sammeln. Zum anderen hat die Mannschaft gezeigt, wie viel Potenzial in ihr steckt und damit auch bei den anderen Mannschaften mächtig Eindruck hinterlassen.        

Für den RSC Chemnitz spielten

im Tor: Jakob

Feldspieler: Aaron, Arian, Arleta, Bastian, Gustav, Jonas, Lucien, Mariell, Raik

 

geschrieben von Trainer Thomas Köhler