Meister Schweinfurt auch in Chemnitz Top

16.05.2015

geschrieben von Mario Köhler

 

Im Samstagspiel der 2.BL-Süd unterlag der RSC Chemnitz trotz großen Kampfes in einem spannenden und torreichen Spiel im Chemnitzer Rollstadion bei bestem Rollhockeywetter gegen den ERV Schweinfurt mit 7:12.

Chemnitz ging erneut mit einer stark veränderten Mannschaftsaufstellung ins Spiel ,  zeigte sich gegenüber dem letzten Auswärtsspiel in Gera aber sowohl defensiv als auch offensiv deutlich verbessert und hielt das Spiel gegen den amtierenden Meister der 2. Rollhockey - Bundesliga/Süd lange Zeit offen. Am Ende ließen die Schweinfurter jedoch nichts anbrennen und nahmen drei Punkte mit nach Hause.

Chemnitz begann stark und ging bereits in der 1. Spielminute durch David Nicolai in Führung. Schweinfurt war offenbar überrascht und brauchte ca. fünf Minuten, um sich auf die engagierte Spielweise des RSC einzustellen. Dann gelang es den Gästen durch einen Doppelschlag von Zimmermann und Krönert innerhalb einer Minute (5./6.) auszugleichen und selbst in Führung zu gehen. Doch Chemnitz hielt gegen und Randy Thiemer konnte ebenfalls mit einem Doppelschlag (8./9.) ausgleichen und die erneute Führung für den RSC erzielen.

Schweinfurt hatte inzwischen sein Spiel gefunden und ließ sich nun nicht mehr verunsichern. Konzentrationsschwächen im Chemnitzer Abwehrverhalten sowie unnötige Ballverluste beim Passspiel im Angriff führten nun zu einer Reihe von Chancen für die Gäste. Der ERV ließ sich diese Chancen nicht entgehen, glich durch Amrhein in der 11. Spielminute aus, ging durch Zimmermann ebenfalls in der 11. Minute in Führung und baute diese bis zur 14. Minute auf 3:6 aus.

Daraufhin nahm Chemnitz eine Auszeit und es gelang bis zur Halbzeitpause wieder konzentrierter gegenzuhalten und weitere Treffer der Schweinfurter zu verhindern. Auf Chemnitzer Seite wurde wieder zielstrebiger der Abschluss gesucht und Toni Uhlig konnte in der 22. Spielminute auf 4:6 verkürzen. Viele andere Chancen wurden leider liegen gelassen, so dass der Zwei-Tore-Rückstand zur Halbzeit einerseits noch Hoffnung ließ, aber andererseits die mangelnde Chancenverwertung nichts Gutes erwarten ließ.

Nach Wiederanpfiff der Begegnung verstärkte die Gastgeber ihre Bemühungen, das Spiel noch einmal zu drehen. Wiederum wurden jedoch einige gute Chancen liegen gelassen. Aber auch die Gäste wirkten jetzt nicht mehr ganz so konzentriert im Abschluss. Trotzdem gelang es Ihnen, ihren Vorsprung nicht nur zu halten, sondern zwischenzeitlich sogar auf vier Tore auszubauen. Drei Tore von Alexander Teichert hielten Chemnitz aber zunächst weiter im Spiel. Nach dem letzten Chemnitzer Treffer, einem Teamfoul-Penalty in der 42. Minute zum Zwischenstand von 7:9, nahm Schweinfurt eine Auszeit.

Kurz danach erhielten auch die Gäste einen Teamfoul-Penalty, den Knaup in der 44. Minute zum 7:10 verwandelte. Chemnitz versuchte mit einer Schlussoffensive in den letzten Minuten noch einmal alles, wurde jedoch zweimal ausgekontert, wodurch die Niederlage letztlich wohl etwas zu hoch ausfiel.

Schweinfurt war heute nicht zu schlagen und ist nach dem Sieg in Chemnitz sicher der heißeste Favorit auf die Meisterschaft in der 2.BL-Süd. Chemnitz steckt noch im personellen Umbruch und muss weiter an der Integration jüngerer Spieler arbeiten.

Für den RSC spielten: im Tor: Wolf, Klimowitz / auf dem Feld: Teichert (3 Tore), S. Köhler, Thiemer (2), Weck, Naumann, E. Nicolai, D. Nicolai (1), Uhlig (1)